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REISELÄNDER

Zu unseren Reisedestinationen zählen hauptsächlich Kanada, USA, Alaska, Yukon, Australien, Neuseeland und die Südsee. Für jedes dieser Reiseländer haben wir zahlreiche Reisemöglichkeiten perBus, PKW, Motorrad, Schiff, Zug, Flug oder mit dem Wohnmobil im Programm.

Gern erstellen wir Ihnen für alle unserer Reiseziele - laut Ihren speziellen Wünschen - ein Angebot. Entweder komplett, inklusive Flug, oder als Bausteinprogramm für einzelne Teilleistungen.

Über ein zugehöriges Partnerbüro haben wir die Möglichkeit, Reisen weltweit zu buchen.

Mailen Sie uns einfach Ihre Reisewünsche, dann erstellen wir Ihnen umgehend ein Angebot.

Kanada - Frauen Fußball WM und Rundreise

 
Zeitraum: Juni 2015

Ich bin absolut zufrieden.
Es hat fast alles reibungslos geklappt, nur einmal hat ein Hotelvoucher gefehlt,
das Problem war aber nach 20 Minuten gelöst.

Reisetagebuch Kanada

1.Tag:  - Auf nach Vancouver
Morgens um 5 Uhr aufgestanden und um 6 Uhr losgefahren. Am Flughafen war ich dann um 7:30 Uhr natürlich zu früh, aber man weiß ja nie … Um halb zehn ging es dann los. Um 11 Uhr dann ein Zwischenstopp in Schiphol, der Flughafen ist ja riesig, da braucht man zu Fuß von einem Ende zum anderen 30 Minuten. Um 13 Uhr ging es dann weiter nach Vancouver, nach 9 Stunden Flug und 10 Stunden Zeitumstellung war‘s dann nur 1 Stunde später, cool. Nach dem Einchecken im Hotel um 3 pm war noch viel Zeit für Sightseeing.

Zuerst mal gecheckt,

  1. wo das Stadion ist (15 Minuten zu Fuß),
  2. wo die kostenlosen Shuttlebusse abfahren (25 Minuten zu Fuß),
  3. die ganzen Shoppingcenter sind (10 Minuten zu Fuß),
  4. das Kreuzfahrtterminal ist, an dem ich dann mein Auto abhole (auch 25 Minuten zu Fuß),

Danach noch auf die Aussichtsplattform im Vancouver Tower.
Nach einem gemütlichen Abendessen ging‘s dann nach 29 Stunden um 11 pm abends ins Bett.

2. Tag: Vancouver
Erst um 10 am aufgestanden, aber immer noch recht müde.
Zuerst mit dem kostenlosen Shuttlebus zur Capilano Suspension Bridge gefahren, das ist eine ca. 140 Meter lange und 70 Meter hohe Hängebrücke über den Capilano River. Cool, aber teuer.
Es gibt auch noch einen Cliffwalk und einen Baumwipfelpfad.
Danach mit Bus und Fähre (auf kanadisch SeaBus) zurück in die City. Kurzer Abstecher ins Subway und danach ins Stadion.
Heute gab es 2 Spiele Japan – Kamerun und Schweiz – Ecuador. Zwei ganz und gar unterschiedliche Spiele. Japan und Kamerun waren fast gleichwertig, spannendes Spiel,  das Japan dann knapp mit 2:1 gewonnen hat.
Ecuador dagegen hatte beim 10:1 gegen die Schweiz keine Chance und war nur Kanonenfutter, aber toll, dass sie ein Tor geschafft haben.   
Danach war ich noch in Chinatown zum Nudelsuppe essen und in einem Pub für ein Einschlafbier. Diesmal war es auch schon wieder 11 pm, bis ich im Bett war.

3. Tag: Vancouver - Victoria
Bin heute schon richtig fit, zum Frühstück gibt’s das Obst vom Vortag. Ich entschließe mich, die 25 Minuten mit dem Trolley zum Canada Place zu laufen und hole dort meinen Mietwagen ab.
Ich kriege ein kostenloses Upgrade, einen Chrysler 200 S mit 295 PS und stufenloser 9-Gang-Automatik in Weiß, die Farbe ist ein Glückslos wie sich im Laufe der Rundreise noch rausstellen wird und das bestellte Navi.  
Weil an diesem Morgen auch noch ein riesiges Kreuzfahrtschiff ankommt, gibt es so gut wie keine Einweisung.
Ich fahre dann erstmal los zur Fähre nach Tsawwassen. Ich habe Glück, dass ich auf die nächste noch draufkomme, sonst hätte ich 90 Minuten warten müssen.  

Dann das erste Problem:
Das Auto lässt sich nicht abschließen (ich brauche zu lange,  nachdem ich den Bordcomputer ausgeschaltet habe, weil ich noch ein paar Sachen sortiert habe, bevor ich ausgestiegen bin). Durch Zufall habe ich dann herausgefunden wie’s geht:

Wieder ins Auto, den Bordcomputer nochmal neu starten, wieder ausschalten, gleich aussteigen und dann mit der Fernbedienung abschließen. Dann gibt’s einen Hupton, die Instrumententafel brennt noch weiter, bis man 5 bis 10 Meter weg ist und schaltet sich dann erst ab.

Danach habe ich mich dann auf dem Sonnendeck von diesem Schreck zur Mittagsstunde erholt. Nach ca. 2 Stunden war ich dann wieder an Land und weiter ging’s nach Victoria.

Diesmal war das Hotel etwas außerhalb und ich musste erst in die Stadt fahren: Toll, es gibt auch in Kanada schon Parkuhren und Parkscheinautomaten. Habe dann einen längeren Spaziergang durch schöne alte britische Stadt gemacht. Es gibt auch einen tollen großen Yachthafen.

Als Abendessen gab es heute dann zum ersten Mal Seafood.

4. Tag: Victoria – Nanaimo
Heute ging’s weiter nach Nanaimo. Unterwegs einen Zwischenstopp in Duncan gemacht. Die haben dort überall tolle Totempfähle aufgestellt. Danach habe ich ein kleines Museum über die Geschichte der Indianer (First Nations) angeschaut.

Danach eine Pause in einer Bakery gemacht, da gab’s richtig guten Kuchen.

Weiter zum BC Forest Museum, da gibt’s viele Ausstellungsstücke zur Holzindustrie auf Vancouver Island.    

Und weiter nach Nanaimo, dieses Mal ist das Hotel wieder direkt in der City. Habe einen längeren Spaziergang an der Uferpromenade und am Hafen gemacht. Zum Abschluss gab’s heute ein großes Sirloin Steak.

5. Tag: Nanaimo – Whistler
Eigentlich hasse ich ja früh aufstehen, aber wenn ich die Fähre um 10:40 verpasse, muss ich über 2 Stunden warten, bis die nächste kommt und bin zu spät in Whistler, um noch die Peak 2 Peak Gondola zu kriegen.                            Also um 8:30 aufgestanden, kurzes Frühstück und um 9:15 losgefahren, um 9:30 dann (natürlich viel zu früh) an der Fähre. Bis die Fähre dann wieder am Festland war, ist es schon 12:30 gewesen. Zum Glück sind es bis Whistler nur 120 Kilometer, aber wegen der vielen Tempolimits zieht sich das ziemlich. Das Hotel ist zum Glück auch wieder direkt im Zentrum. Bis ich an der Gondola bin ist es dann doch schon 15:00 Uhr und ich habe nur ca. 20 Minuten auf jedem Berg. Die Gondola hat mit 3 Kilometern weltweit die größte Entfernung zwischen 2 Pfeilern. Ich habe zum Glück genügend Zeit, um auf eine Gondel mit Glasboden zu warten. Ich fahre um ca. 16:45 mit einer der letzten Gondeln wieder nach unten. Das ist ein Paradies für Mountainbiker, die haben sogar einen eigenen Lift. Danach bleibt noch genügend Zeit für Sightseeing und eine kleine Wanderung.

Mein Tod: Ich habe die Whistler Brewing Company gefunden. Es gibt Spareribs und Bear Paw Honey Lager (das schmeckt einfach genial).

6. Tag: Whistler - Vancouver
Heute geht’s wieder zurück nach Vancouver, das nächste Livespiel wartet. Es gibt keinen freien Platz auf dem Hotelparkplatz, also irgendwo an einer Parkuhr geparkt.

Da es heute kein Frühstück gab, habe ich auf dem Weg zum Stadion an einem Pub haltgemacht und Wedges und (was wohl ?) Brown Ale eingeworfen. Nebenher die Fernsehkonferenz der Spiele Schweiz – Kamerun (gut gekämpft, aber unglücklich verloren) und Australien – Schweden angeschaut. Danach ging’s ins Stadion zum Spiel USA – Nigeria. Die Amis haben sich ziemlich schwer getan und viele Chancen verpasst.

Danach war ich noch in einem Cafe zu einer belgischen Waffel mit Erdbeeren, Bananen und viiieeeeel Schlagsahne. Am Schluss noch einen Abstecher ins Westend gemacht.

7. Tag: Vancouver - Kamloops
Ich bin extra etwas früher aufgestanden, weil heute mit ca. 400 Kilometern eine der längsten Etappen ansteht. Dann der Schock: Das Auto ist Weg (so wie alle anderen auch). Ich habe gestern ein Parkverbotsschild übersehen. Die Rezeptionsdame kennt das schon: 1 Anruf bei der Polizei und 1 Anruf für ein Taxi zum Abstellplatz und ich habe das Auto nach 30 Minuten und 100 Dollar ( 15 Taxi und 85 Strafzettel) wieder.        Nach 100 Kilometern ein erster Zwischenstopp in Hope. Dort gibt es viele Holzskulpturen, die mit Kettensägen geschnitten wurden. Hier wurde auch Rambo gedreht. Ich fahre lieber auf dem „alten“ Highway statt auf der neuen Autobahn weiter, die ist mir zu voll. Das wird belohnt durch eine tolle Strecke durch ein Flusstal. Unterwegs sehe ich zum ersten Mal einen der vielen Waldbrände, die es durch das trockene Wetter gibt. Mit zwei Hubschraubern wird versucht, das Feuer mit Wasser zu löschen, aber jedes Mal, wenn wieder eine Windböe kommt, wird das Feuer wieder angefacht. Der Himmel hat eine richtig schmutzig-braune Farbe, die Rauchwolke verfolgt mich noch 50 Kilometer. Weiter geht’s an vielen Seen entlang nach Kamloops.

Wieder bleibt noch viel Zeit für einen Bummel durch die Stadt und am Ufer des Thomson Rivers entlang und um das nächste Brauhaus zu finden. Diesmal gab es dann ein Vesperplatte zum Bier.      

8. Tag: Kamloops – 108 Mile Resort
Heute war‘s easy. Lange ausgeschlafen, das Bier von gestern musste ja erst diffundieren. Danach am Kamloops Lake vorbei auf den Highway 97 und gemütlich die 210 Kilometer zum 108 Mile Resort getuckert. Schönes Resort direkt am Golfplatz und nur 10 Minuten vom 108 Mile Lake entfernt. Um den habe ich dann einen 12-Kilometer-Spaziergang gemacht. Am Schluss wurde es etwas nass, das war der erste Tag mit Wolken am Himmel und die ersten 2 Regenstunden.  

Als Belohnung habe ich mir dann im Hangar-Restaurant (das gehört zu einem kleinen Flugplatz) ein weiteres Sirloin Steak gegönnt. Dazu gab es einen Salat, Kartoffeln, Gemüse und ein Glas Rotwein und als Dessert Apfelkuchen mit Vanilleeis. Danach habe ich mich auf den Balkon gesetzt und den See in der Abenddämmerung angeschaut.

9. Tag: 108 Mile Resort - Clearwater
So stelle ich mir cruisen vor: Zuerst vom 108 Mile Resort an vielen Seen vorbei nach Little Fort und von dort aus am North Thomsen River entlang nach Clearwater. Dort gab es einen Obststand, an dem habe ich mir gleich eine ganze Schüssel voll Süßkirschen gekrallt. Die konnte ich gut gebrauchen auf der anschließenden Waterfall-Hopping-Tour durch den Wells-Gray-Park. Da gibt es 4 verschiedene und total unterschiedliche Wasserfälle. Zu den ersten 3 (Spahats Falls, Dawson Falls und Helmcken Falls kann man direkt mit dem Auto hinfahren und einen gemütlichen 15-Minuten-Spaziergang machen. Zum letzten, Mowl Falls, ist es eine kleine Wanderung über 90 Minuten hin und zurück. Der hat mir auch am besten gefallen. Zum Abendessen gab es heute zur Abwechslung mal eine Riesenschüssel Cesar Salad. Kamloops hat mich dann bis hierher verfolgt, ich konnte dem Red Collar Dubbel Beer von der dortigen Brauerei dann doch nicht widerstehen.

10. Tag: Clearwater – Jasper
Heute ist die drittlängste Etappe der ganzen Tour dran. Weil es mitten durch die Rockies geht rechne ich mit gut 5 Stunden für die ca. 350 Kilometer inklusive Pausen. In Valemount nach der Hälfte der Strecke eine Kaffeepause gemacht. Ich habe recht gehabt, es gibt viel Verkehr und viele Geschwindigkeits-beschränkungen. Von Kamloops aus ist die Strecke über Jasper einfach die schnellste Verbindung nach Edmonton. Unterwegs gibt es dann noch tolle Ausblicke auf den Mount Robson, mit fast 4000 Metern der höchste Berg in British Columbia. In Clearwater habe ich dann zur Abwechslung mal eine Privatunterkunft mit toll eingerichteten Zimmern. Aber zuerst mal zurück in die City und auf den letzten Drücker eine Wildlife Experience Tour gebucht. Das war ein Volltreffer, der Führer kannte sich richtig gut aus und wusste, wo und wann man die Bären, Kariboos, Elche usw. am besten beobachten kann. In den Sonnenuntergang hinein ging es dann zurück nach Jasper. Zurück in meiner Unterkunft habe ich Gelegenheit, mich ein wenig mit meiner Vermieterin zu unterhalten. Das Zimmer, in dem ich untergebracht bin, hat sie ihrer Tochter gewidmet. Die hat Medienwissenschaften studiert und die in Kanada sehr erfolgreiche Fernsehserie „Being Erica“ produziert. Die ist 2011 sogar bei uns im Fernsehen ausgestrahlt worden. Ihr Großvater war Ingenieur und am Bau der Transcanada Railway durch die kanadischen Rockies beteiligt. Toll, wen man hier per Zufall so alles trifft.

11. Tag: Jasper
Heute bin ich zuerst mit der Bergbahn auf den Whistlers Mountain gefahren. Von dort hat man einen grandiosen Blick auf die umliegenden Berge und auf die vielen kleinen Seen im Tal. Wegen des unterschiedlichen Wasserursprungs (Gletscherwasser, Schmelzwasser oder Regenwasser) haben die alle total unterschiedliche Blautöne von hellem Türkis bis zum Teil dunkelblau. Das sieht von oben gigantisch aus. Ich beschließe spontan, dass man den Anblick am besten genießen kann, wenn man nicht mit der Gondel zurück ins Tal fährt, sondern auf dem Mountain Trail (9 km, 1100 Meter Höhenunterschied) wieder nach unten wandert. War eine tolle Sache. Es ging durch mehrere Geröllfelder und manchmal auch fast senkrecht wieder hinunter ins Tal. Zur Belohnung war dann mal wieder ein Brauhausbesuch diesmal mit einem New York Striploinsteak angesagt.       

 12. Tag: Jasper - Edmonton
Heute bin ich mal wieder (ganz und gar widerwillig) früher so um halb Neun aufgestanden.  Nach dem Frühstück geht es über ca. 380 km nach Edmonton. Zum Glück ist es diesmal ein richtiger Highway. Sieht nach so vielen „normalen“ Straßen irgendwie ungewohnt aus so eine 100 Meter breite Schneise durch die Landschaft. Ich bin dann zwar schon um 3 Uhr im Hotel (dank an das Navi). Das Hotel ist aber 10 km außerhalb von der City und in 3 Stunden geht schon das Fußballspiel los. Zum Glück habe ich schon vorher rausgesucht, mit welchem Bus ich fahren muss. An den Haltestellen steht nämlich nur eine Haltestellennummer und die Busnummern, die an dieser Haltestelle fahren, sonst nichts. Brauche mit dem Bus eine dreiviertel Stunde bis in die Innenstadt und dann nochmal 20 Minuten mit der S-Bahn bis zum Stadion. Reicht gerade noch zum Subway und zu einem kurzen Besuch im Supermarkt. Da gibt es doch tatsächlich rote Trauben. Die esse ich dann auf dem Weg zum Stadion. Heute sehe ich zum 2. Mal die USA, diesmal im Achtelfinale gegen Kolumbien. Das Stadion ist nur halb so groß wie in Vancouver und trotzdem gerade Mal halb voll. Stimmung machen vor allem die Kolumbianer, auch wenn sie eigentlich keine Chance haben. Das versuchen die Spielerinnen dann durch Fouls auszugleichen. Deshalb fliegt auch schon Ende der 1. Halbzeit die Torhüterin vom Platz. Nach dem Spiel bleibt noch ein wenig Zeit für Sightseeing. Mir gefällt Edmonton nicht wirklich. Keine richtige Innenstadt und keine Fußgängerzone. Und viel zu viele 4- bis 8-spurige Straßen. Die braucht man halt bei so vielen Einwohnern. Insgesamt mit Umland so um die 1,3 Millionen. Als es dunkel wird, fahre ich mit dem Taxi wieder zurück ins Hotel, weil ich die Buslinie nicht finde, die zurückfährt. Nachdem ich wieder im Hotelzimmer bin, plane ich dann mit meinem Smartphone (Gott segne Wifi) eine Bustour durch Edmonton. Zuerst über Schlagworte die Haltestellennummer suchen und mit der dann die Busnummer die dorthin fährt. Dummerweise wird im Bus aber nicht die Haltestellennummer angesagt, sondern wo die Haltestelle ist, das weiß ich von heute Nachmittag. Also zu jeder Haltestelle noch eine kleine Skizze angefertigt. Jetzt bin ich bereit für morgen und hundemüde.

13. Tag: Edmonton
Ich mache zuerst einen kleinen Spaziergang zur West Edmonton Mall, denn von der Rezeptionsdame weiß ich, dass die in den Bussen keine Tagestickets verkaufen, aber ganz sicher im Einkaufszentrum. Das ist riesig, da braucht man fast 20 Minuten von einem Ende zum anderen. Die haben             

a) ein Wellenschwimmbad mit Wasserrutschen und nebendran ein Sea Life

b) eine Eislaufbahn

c) ein Kinderspielland

d) eine Piratenstadt mit einer Kopie des Schiffs Santa Maria

e) zwei Indoor-Minigolfanlagen

und insgesamt fast 800 Shops (wer will, kann einen Blick in den Flyer werfen). An der Infotheke habe ich mir dann auf dem Plan zeigen lassen, wo der Busbahnhof ist. Dann die nächste Lachplatte: ein Busbahnhof mit 15 Haltestellen, aber es gibt keinen einzigen Fahrkartenautomaten. Die Busfahrerin sagt mir, Tagestickets gibt es nur an den S-Bahnhaltestellen. Gut, da will ich sowieso hin. Als nächstes mache ich dann ein wenig Sightseeing in den verschiedenen Stadtteilen, aber so richtig was Tolles ist nicht dabei. Heute kriege ich dank guter Vorbereitung den Bus zurück zum Hotel, bin aber einmal um den Block gelaufen, bis ich die richtige Haltestellennummer gefunden habe. Nächstes Mal fahre ich mit dem Auto und zahle überall die teuren Parkgebühren. Als Entschädigung gab es heute ein 28 Tage lang gelagertes Prime Rib Steak mit Kartoffelbrei und Gemüse. Ich habe mir dann noch eine Portion Wasabi bestellt, das habe ich dann unter den Kartoffelbrei gemischt, bis der nicht mehr beige sondern grün war. Das war ein Spass und hat echt toll geschmeckt. Den Gesichtsausdruck der Kellnerin zu sehen war fast so viel wert wie ein Sechser im Lotto.        

14. Tag: Edmonton – Red Deer
Heute bin ich über Landstraßen nach Red Deer gefahren. Über die Autobahn wär‘s zwar viel schneller gegangen, aber ich habe es ja nicht eilig. Unterwegs gab es auch nichts Besonderes. Hauptindustriezweige Erdölgewinnung und Petrochemie und erst mit ziemlichem Abstand Agrarindustrie haben sich im Vorfeld nicht so toll angehört, aber ich dachte, so was will ich auch mal sehen. Ich war echt verblüfft, denn davon hat man gar nichts gesehen. Das ist eine richtig grüne Stadt mit vielen Parks geworden. In der Innenstadt gibt es einmal pro Woche einen Farmers Day (Volltreffer, heute), an dem man frisches Obst und Gemüse direkt vom Bauern kaufen kann. Ich hab dann aber erstmal mit einer großen Bauernbratwurst angefangen und danach dann als Nachtisch noch Himbeeren und Brombeeren gekauft. Und natürlich ein paar Cookies für das Frühstück am nächsten Morgen. Dazu hat dann die ganze Zeit eine Band live gespielt. Während ich dann durch einige Parks spaziert bin, habe ich mir von den vielen Beeren rote Finger geholt.

15. Tag: Red Deer – Calgary
Heute bin ich auf der Autobahn nach Calgary gefahren, denn es gibt viel zu tun und ich habe nur 2 Tage. Auf einem Rastplatz unterwegs habe ich eine Vermisstenanzeige gesehen, der Typ sah fast so aus wie ich, nur die Nase war viel größer. In Calgary angekommen, habe ich erst das Fort besichtigt und bin dann direkt zum Olympic Park gefahren. Dort gab es eine Bobfahrt-Zipline-Kombi für gerade mal 70 Euro, da musste ich sofort zuschlagen. Die Bobfahrt war richtig geil, wir hatten am Schluss fast 100 km/h drauf. Jetzt weiß ich, warum die so starke Nackenmuskeln brauchen und blind fahren. Die Zipline von der 90-Meter-Skisprungschanze war auch nicht schlecht, aber natürlich kein Vergleich zur Bobfahrt. Danach ging es dann ins Hotel, das im Gegensatz zu Edmonton fast direkt in der City ist. Außerdem gibt es 2 kostenlose Straßenbahnlinien. Heute war dann mal wieder chinesisch an der Reihe: Seafood mit Reis fast für zwei. Nach diesem abwechslungsreichen Tag gab es dann noch einen Cocktail als Einschlafhilfe.   

16. Tag: Calgary
Heute war ich im Glenbowmuseum, da gibt es ein paar interessante Ausstellungen. Danach bin ich durch die City gebummelt und wollte was zum Anziehen für unser Sommerfest kaufen. Irgendwie hat mir aber nichts gefallen. Weil es sehr heiß geworden ist, habe ich mir einen Hut gekauft. Über einen gläsernen und gut klimatisierten Skywalk kann man von einem Einkaufszentrum zum nächsten laufen und muss nicht ein einziges Mal ins Freie. Das ist vor allem im Winter praktisch. Danach wollte ich noch ins Feuerwehrmuseum, das wird aber gerade renoviert. Dafür bin ich dann mit der Straßenbahn spazieren gefahren, hab bei einem Musikfestival vorbeigeschaut, bin abends auf den Calgary Tower und hab ein paar tolle Aufnahmen von den Wolkenkratzern in der Abendsonne gemacht. Zurück im Hotel habe ich dann bei dem einen oder anderen Erdinger die Wiederholung vom Viertelfinale Deutschland – Frankreich angeschaut. Das war ein enges Spiel, wir haben zum Glück im Elfmeterschießen gewonnen. Ein Königreich für Nadine Angerer, für mich die beste Torhüterin des Turniers. Nach so viel Aufregung war‘s dann aber Zeit fürs Bett.     

17. Tag: Calgary – Canmore
Zuerst ins Science Center, das ist so ähnlich wie bei uns die Experimenta. Manche Sachen wie die Dinosaurierausstellung sind aber viel cooler gemacht. Dann gemütlich auf dem alten Highway nach Canmore gefahren. Dort zuerst ein wenig Sightseeing gemacht, die haben viel nach den 3 markanten Berggipfeln benannt: Three Sisters drive/place/diner/campground/pass/ /mountain range. Danach dann noch einen Spaziergang im Sonnenuntergang gemacht. Zum Schluss gab es mal was Gesundes:

Große Schüssel Cesars Salad mit gebratenen Shrimps.

18. Tag: Banff 
Heute war Banff an der Reihe, das ist eine typische Touristenstadt mit vielen Souvenirläden. Habe ein tolles T-Shirt vom Banff Fire Department gefunden. Danach ging’s mit der Bergbahn auf den Gipfel, von dort hat man eine tolle Aussicht. Weiter ging‘s zum Johnston Canyon, dort gibt es einen tollen Wanderweg zu 2 Wasserfällen, man braucht gemütlich so um die 2 Stunden. Auf dem Rückweg habe ich dann noch beim Lake Minnawanka vorbeigeschaut, zum Boot fahren war aber zu viel Wind. Das Abendessen gab’s mit Blick auf die Three Sisters im Sonnenuntergang

19. Tag: Canmore
Endlich mal ein Tag, wo es nicht so heiß ist. Am Vormittag gab’s ein wenig Nieselregen. Als der vorbei war, habe ich mir ein paar Schokocroissants als Verpflegung besorgt und bin wandern gegangen. Der erste Rundwanderweg Highline Trail  mittags war sehr steinig. Zuerst ziemlich bergauf und dann am Hang entlang mit vielen tollen Ausblicken auf das Tal. Danach ins Canmore Museum. Hier gab es eine Flutkatastrophe 2013. Nach heftigen Regenfällen hat es die Autobahn auf einer Länge von fast 3 Kilometern komplett weggeschwemmt. Außer den riesigen befestigten Flussbetten sieht man davon aber nichts mehr. Danach ein kleiner Snack im Subway und zum Ausruhen zurück ins Hotel. Anschließend noch eine zweite Rundwanderung auf der anderen Talseite. Diesmal ein total unterschiedliches Terrain, der Weg war fast ausschließlich auf Waldboden und gut zu laufen. Auf dem Mothane Traverse Trail oben am Hang entlang und um einen Golfplatz außen rum, dann über den Douglas Fir Bench Trail wieder zurück zum Hotel. War aber fast niemand unterwegs. In den ganzen 6 Stunden habe ich gerade mal 3 Mountainbiker getroffen. Für mich wär das aber nichts, die Trails sind zum Teil nur 30 bis 40 cm schmal und haben bis   zu 80 % Gefälle.         

20. Tag: Canmore - Revelstoke
Heute wird ein langer Tag, ich bin schon um 8 Uhr aufgestanden, damit ich rechtzeitig zum Halbfinale Deutschland – USA in Revelstoke bin. Ich habe nur 7 Stunden Zeit, weil unterwegs die Uhr wieder 1 Stunde vorgestellt wird. Nach dem Frühstück geht es dann erstmal zum Lake Louise, am Sommeranfang ist der See wirklich noch richtig türkisblau, vor allem auch deshalb, weil es in der letzten Zeit fast nicht geregnet hat. Dort gibt es auch ein riesiges First Class Resort. Morgens um halb zehn ist da schon die Hölle los, ich habe einen der letzten freien Parkplätze ergattert. Habe einen kleinen Spaziergang gemacht, dann ging es gleich weiter zu den Takakkaw-Wasserfällen. Die Stichstraße dorthin hat viele enge Serpentinen, deswegen ist sie für Wohnmobile ab 5 m gesperrt. Da geht es dann nur per Anhalter oder mit dem Roller weiter. Der Wasserfall ist ca. 300 Meter hoch und hat eine riesige Wasserfontäne, wer näher als 200 Meter ran will sollte auf jeden Fall eine Regenjacke mitnehmen. Die 1 Stunde für den Abstecher dorthin hat sich auf jeden Fall gelohnt. Weiter nach Golden zum Northern Lights Wildlife Wolf Center. Die Wölfe dort werden ziemlich naturnah gehalten und kriegen mehrere Male pro Woche Auslauf. Sie wurden auch schon für Kinofilme engagiert. Es gibt auch viele interessante allgemeine Infos über Wölfe. Als ich dort war, sind sie aber alle faul in der Mittagssonne gelegen, weil es so heiß war. Weiter durch den Glacier Nationalpark und ein 100 km langes Flusstal (wie heißt der gleich noch ?) nach Revelstoke. Gutes Timing, ich habe gerade noch eine halbe Stunde Zeit, bevor das Halbfinale losgeht. Ich schaue mir das Spiel während der Nachmittags-siesta an. Wenn die Sasic den Elfmeter verwandelt hätte, wären wir vielleicht sogar im Finale gewesen. So hat am Ende die USA als die klar bessere Mannschaft das Spiel verdient gewonnen. Ich hoffe auf Finalgegner Japan, die haben bisher auch toll gespielt und sind morgen gegen England dran. Danach habe ich mir die Stadt ein bisschen angesehen. Typische Kleinstadt auf der Durchfahrtsstrecke Vancouver – Nationalparks. Dann kam das erste Gewitter im Urlaub. Ich konnte mich gerade noch rechtzeitig ins nächste Restaurant retten, das war ein Volltreffer: ein Rack Spareribs und dazu Brown Lager ist nicht zu toppen. Bis ich fertig war, hatte das Gewitter schon aufgehört und ich kam trocken zurück ins Hotel.

21. Tag: Revelstoke - Kelowna
Zuerst habe ich das Railway Museum besucht, da kann man sich die Geschichte über den Bau der Eisenbahnstrecke mit vielen interessanten Hintergrundinformationen anschauen. Dann bin ich ans Flussufer des Columbia Rivers gefahren. Das Wasser ist arschkalt (so um die 10 Grad) und es gibt den ganzen Tag einen kühlen Wind. Der sorgt dafür, dass die 35 Grad einigermaßen erträglich sind, auch wenn die Sonne erbarmungslos runterknallt. Jetzt aber auf nach Kelowna, Canada Day feiern. Das Klima in Kelowna ist total unterschiedlich zu Revelstoke, hier ist es schwülheiss und die Klamotten kleben, weil man so viel schwitzt. Ich bin gerade noch rechtzeitig angekommen, um die letzten 5 Minuten vom Halbfinale Japan – England zu sehen Japan hat mit 2:1 gewonnen, mein Traumfinale ist perfekt. Vom Hotel aus bis zum Seeufer sind es nur ungefähr 20 Minuten zu laufen. Das ist gut, denn wegen dem Canada Day ist es rappelvoll, so 20.000 Leute sind sicher da. An der schönen, langen Uferpromenade treten viele Livebands auf, und auf dem Wasser spiegeln sich in der Dämmerung die Lichter von den vielen Booten auf dem See. Zum Abschluss gab es dann noch ein Feuerwerk. 

22. Tag: Kelowna
Zuerst zum Tourist Center gelaufen und eine Weintour gebucht, denn das Okanagan-Tal ist Kanadas ältestes und größtes Weinanbaugebiet. Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich dann eine richtige Bäckerei gefunden, zum Frühstück gab es dann Apfelstrudel und Schneckennudel. Danach wurde ich am Hotel  zur Weintour abgeholt. Im Okanagan-Valley gibt es insgesamt 260 Weingüter, 30 davon in Kelowna. Wir haben 6 Weingüter davon besucht und ungefähr 30 verschiedene Weine probiert. Die bauen zwar auch Rotwein an, mir hat aber überall der Riesling am besten geschmeckt, der hat so einen leicht süßlichen Geschmack. Ich habe dann 4 Flaschen gekauft. Es gibt dort erstaunlich viele Organic Vineries mit rein biologischem Anbau. Das ist dort gerade ein großer Trend. Danach bin ich dann nochmal zum Seeufer, am Wasser war es dann zum Glück etwas kühler.

23. Tag: Kelowna - Princeton
Nach einem weiteren Frühstück in meiner Lieblingsbäckerei habe ich dann einen Bootsverleih gesucht. Die hatten aber alle nur Kajaks und Stehpaddler, mit denen wollte ich aber nicht fahren. Als Alternative hätte es dann noch Jetskis und Motorboote gegeben, die waren mir mit 100 Euro pro Stunde aber zu teuer. Da bin ich dann eben schmollend losgefahren. Bis Penticton ging es erstmal fast 1 Stunde lang am Okanagan Lake entlang, das waren aber nur ungefähr 60 von den insgesamt 135 km Gesamtlänge. So langgezogene Seen durch ein Flußtal ist in Kanada ganz normal. Am Seeufer in Penticton gab es dann (zum ersten Mal überhaupt und nur an diesem Wochenende) ein Ribfest mit 4 kanadischen Barbecue-Preistäger-Teams. Da musste ich mich dann gleich mit dem nächsten Rack Spareribs belohnen. Danach bin ich dann zum Okanagan Falls Radio Astrophysical Obervatory weitergefahren. Die haben auf einer Strecke von  600 Metern in Ost-West-Richtung 7 bewegliche Radioteleskope zusammengeschaltet, das ergibt die gleiche Leistung wie ein einziges stationäres 300-Meter-Teleskop. Auf der Weiterfahrt habe ich mich dann noch mit Beeren und Kirschen versorgt. Im Hotel gab es dann zum ersten und einzigen Mal Probleme mit dem Voucher. Die Reiseagentur hatte wohl vergessen, den ans Hotel zu schicken. Als alles geklärt war, bin ich gerade noch rechtzeitig zur Rotary Parade gekommen und habe die ganzen schönen alten Feuerwehrautos und die Oldtimer bewundert. Danach habe ich dann noch einen längeren Spaziergang gemacht.

24. Tag: zurück nach Vancouver
Heute gab es ein Beerenfrühstück (die Reste der Him-, Brom- und Heidelbeeren vom Vortag). Danach bin ich in den Manning Park gefahren und habe einen „Morgenspaziergang“ auf einem der vielen Rundwege gemacht. Von da aus ging es dann weiter nach Hope zu einer Wanderung zu den Othello Tunnels. Das sind insgesamt 5 Tunnels und Brücken, die Anfang 1900 durch die Granitfelsen in der Schlucht des Coquihalla-Flusses gebaut wurden für die damalige Bahnstrecke. Heutzutage wird die spektakuläre Gegend für Filmszenen genutzt z. B. Rambo,    Fire with Fire oder Shoot to kill. Danach habe ich mir in der Stadt nochmal die Kettensägen-Skulpturen angeschaut, die mir  auch schon auf der Fahrt nach Kamloops so gut gefallen haben. Im Hotel in Vancouver habe ich diesmal zum Glück einen Parkplatz gekriegt. Danach bin ich erstmal shoppen gegangen, mir hat doch noch das richtige Outfit für unser Sommerfest gefehlt. Ich wollte irgendwas knallig buntes, weil ich sonst meistens schwarz unterwegs bin. So einfach war das gar nicht. Im gefühlt 10. Shop habe ich dann das richtige Shirt gefunden, die dazu passenden Shorts gingen dann zum Glück schneller.

Außerdem wollte ich auch noch ein japanisches Fanshirt kaufen, weil ich meine japanische Flagge von vor vier Jahren dummerweise vergessen habe. (Ja richtig, nachdem uns damals die Japanerinnen im Viertelfinale aus dem Turnier geschmissen haben, habe ich natürlich sofort die Fronten gewechselt und eine japanische Flagge gekauft). Nach diesem anstrengenden Tag brauchte ich dann was Richtiges zu Essen, denn tagsüber gab es ja nur (viele) Beeren. Da kam das Fish Shack Restaurant gerade richtig. Ich habe mir einen Fishermans Big Catch bestellt, der ist eigentlich erst ab 2 Personen. Der Kellner hat erstmal ganz blöd geschaut. Ich habe dann nur gesagt: „I’m hungry, let’s try it“. Der kam dann irgendwann mit einer Pfanne voll mit Riesengarnele, Muscheln, Riesenkrabbe, Tintenfisch, weißen Babymuscheln, Maiskolben und Chorizoscheiben und noch so ein paar Dingern, das war genial. Danach habe ich dann einen Verdauungsspaziergang auf dem Seawalk gebraucht, vorbei am Vancouver Yachthafen.

25. Tag: Endspieltag in Vancouver
Irgendwie ein komischer Tag. Es war total dunstig und hat öfter Mal nach verbranntem Holz gerochen. Als erstes ein Frühstück in einem französischen Café, Croissants in allen Varianten sind einfach der Hit. Dann das Mietauto zurück gebracht. Als nächstes gleich eine große Stadtrundfahrt gemacht. Auf dem Weg zum Stadion dann noch kurz ins Chinarestaurant. Das Stadion war ausverkauft, aber fast komplett in amerikanischer Hand. Die Fans waren auch fast alle cool verkleidet. Das Spiel war dann aber schon nach knapp 30 Minuten entschieden. 3 Abwehrfehler der Japanerinnen, schon stand es 3:0. Die amerikanischen Fan(atiker) waren total begeistert. Mein Fanshirt hat im Gegensatz zur Flagge vor     4 Jahren leider gar nichts genützt. Trotzdem war es ein gutes und abwechslungsreiches Spiel. Am Ende stand es 5:2, Chancen gab es aber sicher für 10 Tore. Nach der Siegesparty habe ich mir dann noch eine Flasche von meinem Kelowna Riesling gegönnt, damit ich beim Zoll keine Probleme mit den Freimengen kriege.

26. Tag: Abschied von Kanada
Glück gehabt, Checkout-Zeit im Hotel ist erst um 12. Ich bin um 10:30 aufgestanden, habe gemütlich alles zusammengepackt und danach ein letztes Frühstück beim Franzosen genossen.  Beim Auschecken habe ich mich dann noch mit der Dame von der Rezeption unterhalten. Sie hat mir gesagt, das gestern war der Rauch von den ganzen Waldbränden rund um Vancouver und es war das erste Mal, dass der Wind den Rauch so in die Stadt geweht hat. In den Nachrichten kam, dass die Flammen bis zu 80 Meter hoch waren, man hat sie sogar auf Sattelitenbildern gesehen. Sie war übrigens auch schon in Neuseeland und ihr hat es dort genau so gut gefallen wie mir. Dann geht’s auf zum Flughafen. Wie üblich bin ich natürlich zu früh. Toll, dann kann ich ja noch im duty-free-Bereich shoppen, dachte ich. Dumm nur, dass es 2 duty-free-Bereiche gibt, einen für internationale und einen für USA-Flüge. Die interessanteren Shops sind natürlich alle auf der falschen Seite. Ich wollte keinen Ärger haben und bin dann doch lieber beleidigt auf meiner Seite geblieben. Ich war froh, als ich dann im Flugzeug saß und es endlich losging.      

27. Tag: zurück nach Hause
Und schwupp sind wir nach 9 Stunden Flug wieder in Skiphol (so wird es nämlich richtig ausgesprochen) und mit 10 Stunden Zeitunterschied ist es schon Dienstag vormittag. Mit Schrecken stelle ich fest, dass sich mein ganzes Eurogeld im Koffer befindet und ich erstmal zum Automat muss, um in Europa mit meiner Kreditkarte kostenpflichtig Geld abzuheben. Ich brauche unbedingt einen Kaffee. In Stuttgart bin ich dann nachmittags um 2. Während ich auf mein Gepäck warte, kommt schon die erste Zöllnerin mit einem Drogenspürhund vorbei, na klar, wir kommen ja schließlich aus Amsterdam, da wächst viel Gras. Als ich dann meinen Koffer habe, ziehen sie mich doch tatsächlich nochmal zur Drogenkontrolle raus. Hat etwa jemand unterwegs was in meinen Koffer geschmuggelt ???  Zum Glück falscher Alarm, der Hund hat irgendwelche starken Schmerztabletten aus meiner Reiseapotheke gerochen. Jetzt ist es 4 und ich bin (leider) wieder daheim. Auch hier ist es knalleheiss, aber das bin ich in der Zwischenzeit ja schon gewohnt. Insgesamt gesehen der interessanteste bisherige Urlaub:

Ich bin zum ersten Mal Bob gefahren und von einer Skisprungschanze mit einer Zipline nach unten gerauscht

Ich habe mindestens 6 verschiedene Steaksorten probiert und dazu noch jede Menge Spareribs  

Ich bin in knapp 3 Wochen 4300 Kilometer mit dem Mietwagen gefahren und habe trotzdem fast nichts von diesem Land gesehen

Ich war in der West Edmonton Mall, dem flächenmässig weltgrößten Einkaufszentrum (siehe wikipedia), allein da kann man schon fast 1 Woche Urlaub machen

Ich weiß jetzt, es gibt auch in Kanada sehr guten Riesling  und viel gutes Bier

Ich habe noch nie in so kurzer Zeit so viele verschiedene Museen und Wasserfälle besucht

Ich bin noch nie in einem Urlaub mit Mietwagen trotzdem so viel gelaufen (sicher fast 250 km)

Ich habe die Calgary Stampede um 1 Woche verpasst und mich nicht mal darüber geärgert, weil ich als Ersatz so viele andere tolle Events zufällig erwischt habe

Ich hatte also sehr viel Spaß      

Bernd Becker   


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