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REISELÄNDER

Zu unseren Reisedestinationen zählen hauptsächlich Kanada, USA, Alaska, Yukon, Australien, Neuseeland und die Südsee. Für jedes dieser Reiseländer haben wir zahlreiche Reisemöglichkeiten perBus, PKW, Motorrad, Schiff, Zug, Flug oder mit dem Wohnmobil im Programm.

Gern erstellen wir Ihnen für alle unserer Reiseziele - laut Ihren speziellen Wünschen - ein Angebot. Entweder komplett, inklusive Flug, oder als Bausteinprogramm für einzelne Teilleistungen.

Über ein zugehöriges Partnerbüro haben wir die Möglichkeit, Reisen weltweit zu buchen.

Mailen Sie uns einfach Ihre Reisewünsche, dann erstellen wir Ihnen umgehend ein Angebot.

Neuseeland - Campertour Neuseeland

 
Zeitraum: November/Dezember 2015

Tolle Landschaften, spannende Wanderungen, nette Leute und viele eindrucksvolle Erlebnisse, das hat für mich diese Reise einzigartig gemacht. Alles, was ich im Voraus buchen wollte, wurde zu meiner vollsten Zufriedenheit genau nach meinen Wünschen von Pioneer-Tours erledigt. Kompetente Beratung und aktuelle Hinweise zum Reiseland inbegriffen. So habe ich mich auch als alleinreisende Frau stets sehr sicher gefühlt und konnte die Zeit ohne Einschränkung genießen.

Reisebericht: Neuseeland, November-Dezember 2015

24 Tage Aufenthalt in Neuseeland, in Auckland Hotel, sonst Camper

Flug Frankfurt-Singapur-Auckland

Der Flug (gebucht bei Pioneer Tours) von Air New Zealand zum Teil ausgeführt von Singapore Airlines war, genau wie ich es mir vorgestellt hatte, mit nur 2 Stunden Aufenthalt in Singapur möglichst kurz. (Flugzeit insgesammt 24 Stunden) und dank der doch etwas etablierteren Fluggesellschaften noch einigermaßen komfortabel.

Auckland (1./2.Tag)

In Auckland hatte ich ebenfalls über Pioneer Tours ein Zimmer im Kiwi-International Hotel gebucht. Wie gewünscht, war es sehr günstig im Preis, relativ nahe am Stadtzentrum und ein Zimmer mit Bad. Natürlich bei dem Preis nicht superschick, aber sauber und die Angestellten stets freundlich.

Da ich mir einen Überblick verschaffen wollte, ging ich an meinem ersten Tag in Auckland direkt zum Sky Tower. Im dortigen Visitor Center habe ich ausführliche Informationen zu Auckland erhalten. Außerdem habe ich dort gleich eine Tourist Sim Karte für mein Handy gekauft und der wirklich nette Angestellte im Visitor Center hat sie für mich eingelegt und angemeldet. Natürlich war ich auch noch auf dem Turm und habe den Überblick genossen, auf Bungeejumping und ähnliches habe ich jedoch verzichtet.

Nachmittags war ich dann auf einer Whalewatching Tour. Was für meinen jetlag geschädigten Kopf und Körper nicht schlecht war (nur rumfahren, nicht selber aufpassen müssen) aber leider haben wir außer ein paar Möwen nichts gesehen. Dafür habe ich jetzt einen lebenslang gültigen Gutschein, dass ich noch mal mitfahren darf und dann eines Tages, wenn ich mal wieder in Auckland bin, werde ich nur dann wieder auf das Schiff gehen, wenn kein Nordwind ist. Dann sind die Chancen nämlich besser.

Am nächsten Tag bin ich dann noch mit dem Schiff auf die Vulkaninsel Rangitoto gefahren und bin dort auf den Kratergipfel gewandert. Es war toll, die ersten Naturerlebnisse in einer so besonderen Lavalandschaft zu haben.

Camper abholen und Trounson Forest (3.Tag)

Bei Pioneer Tours hatte ich einen Jucy Cabana gemietet. In der Planung, hatte ich gedacht, dass 1,80m Liegefläche für meine 1,76m gut reichen. Im nachhinein hätte ich manchmal doch gerne das nächst größere Modell gehabt. Dann hätte ich mir das tägliche Umbauen sparen können und etwas bequemer geschlafen. Es gab natürlich auch viele Leute, die zu zweit in dem Wagen unterwegs waren. Wie sie das mit Gepäck und allem geschafft haben weiß ich nicht. Aber vielleicht bin ich auch von unserem VW Bus zu Hause verwöhnt. Leider hatte ich drei Stunden Wartezeit ehe das Auto fertig war, habe aber die Miete für den ersten Tag deshalb komplett ersetzt bekommen.

Tipp: Navi-Gerät von zu Hause mitnehmen, ist billiger. Außerdem ist auch mit Reservierung nicht sicher, dass man eines bekommt. Wenn keines mehr da ist gibt es auch trotz Vorausbuchung keines mehr. Ich hatte auch Campingtisch und Stühle reserviert, dann aber nur einen Stuhl bekommen. (Zum Glück ich hätte gar nicht gewusst wohin mit dem Tisch). Den Stuhl fand ich toll, weil ich dadurch viel häufiger draußen essen konnte.

Trotz Regen und Stadtverkehr ging die Umstellung auf Linksverkehr relativ gut.

Trounson Forest ist ein noch ursprüngliches Waldgebiet mit mehreren Kauribäumen. Der dortige DOC Campingplatz ist einfach, aber mit Küche. Für mich die erste richtige Begegnung mit neuseeländischem Urwald. Echt toll! Unbedingt auch nachts mit Rotlicht auf den Wanderwegen gehen. Man sieht Glühwürmchen und mit Glück auch Kiwis. Es gibt auch geführte Nachttouren, dann ist die Wahrscheinlichkeit sicher höher. Ich habe Glühwürmchen und ein Possum gesehen, war auch nett.

Waipoua Forest; Wairere Boulders; Kawakawa (4.Tag)

Die Fahrt durch den Waipoua Forest mit den verschiedenen Wanderwegen zu den Riesen-Kauri-Bäumen war auch etwas besonderes und ich habe es sehr genossen. Anschließend habe ich mich Richtung Bay of Islands aufgemacht.

Dabei gab es noch einen kurzen Abstecher zu den Wairere Boulders. Dort gibt es eine nette Rundwanderung bei der man die Steine (erodierter Basalt in großen Mengen, weltweit einzigartig) aber auch viele Pflanzen kennenlernen kann. Der Chef des Ganzen ist ein sehr netter Schweizer, der auch gerne die Besonderheiten des Gebietes erklärt.

Da Kawakawa direkt auf meinem Weg lag, habe ich natürlich noch einen Stopp bei der Hundertwasser Toilette eingelegt.

Bay of Island (5.Tag)

In Paihia übernachtete ich im Bay of Islands Campervan Park. Man ist dort vor die Wahl gestellt Kultur in Waitangi oder Natur in Paihia. Ich habe mich für Natur entschieden und eine 4stündige Bootsfahrt bei Fuller gebucht. Es gab die Option, falls möglich, mit Delfinen zu schwimmen. Leider hat es nicht geklappt, weil die Delfine Nachwuchs hatten. Die Fahrt war trotzdem toll. Wir haben mehrere schwimmende Zwergpinguine, viele Delfine und sogar zwei Brydewale gesehen. Es gab noch einen Stopp auf einer Insel mit Verpflegung, Kaffee und tollem Blick vom Hügel über die Inseln.

Coromandel Peninsula (6.Tag/7.Tag)

Weil ich unbedingt zur Cathedrals Cove wollte, habe ich den Campingplatz Hahei Holiday Resort gewählt. Von dort bin ich auf einem schönen Küstenweg abends bei Ebbe zur Cathedrals Cove gewandert. Leider hatte ich etwas zu wenig Zeit bis zur Dunkelheit eingeplant und konnte deshalb vor allem den Rückweg nicht in Ruhe genießen.

Hot Water Beach musste ich leider weglassen, weil die Ebbe-Zeiten einfach nicht in meine sonstige Planung gepasst haben.

Am nächsten Tag bin ich nach Thames und von dort ins Kauaeranga Valley. Das Wetter war zum Teil regnerisch, so dass ich nur die ca 2 STD Kauri Wanderung gemacht habe. Wobei ich den Wanderweg weiter gewandert bin, bis ich auf der Bergspitze war und von dort einen tollen Blick über die Hügel und Wälder und zum Tafelberg hatte. Bei dem regnerischen Wetter war der Weg, vor allem im oberen Teil, allerdings sehr schlammig und rutschig.

Rotorua (8.Tag)

Damit ich dann doch einmal einen Kiwi zu sehen bekomme, habe ich in Rotorua den Rainbow Springs Naturpark besucht. Dort gibt es verschiedene einheimische Tiere und Pflanzen zu sehen. Für Kinder hat es einen kleinen Vergnügungspark. Außerdem gibt es die Möglichkeit, die Kiwi Aufzuchtstation zu besuchen. Anschließend bin ich ins Volcanic Valley weitergefahren. Erster Stopp dort war für mich Waimangu das weltweit jüngste geothermale Gebiet (so der Werbeprospekt). Überall dampfen heiße Quellen und Bäche; die Seen und Tümpel haben unglaubliche Farben. Ich fand es schön, auch wenn ich im Regen herumgelaufen bin. Anschließend war in noch in Wai-O-Tapu und dort fand ich es fast noch toller. Erstens wegen des Schlammblubbersees auf dem Weg bevor es zum Eingang ging und dann auch wegen des Gebietes selbst. Unglaubliche Farben, Seen, Schwefelschlote echt sehenswert, wenn man sich nicht an dem Schwefelgeruch stört…

Tongariro (9.Tag)

Die Fahrt zum Tongariro Nationalpark war für mich nicht sehr spektakulär, weil es ohne Pause geregnet hat und ich deshalb vom Lake Taupo und den Vulkanen nichts gesehen habe, ist bei schönem Wetter sicher toll. Deshalb habe ich auch gleich den ersten Campingplatz im Gebiet angefahren. Als sich das Wetter etwas gebessert hatte, bin ich nach Whakapapa gefahren um von der Straße zum Skigebiet einige kleine Wanderungen in der Lavalandschaft zu unternehmen. Bei zunehmend besserer Sicht, konnte ich dann auch die Vulkane wolkenfrei sehen. Echt beeindruckend.

Tongariro (10.Tag)

Am Campingplatz gab es auch direkt die Möglichkeit, den Shuttlebus für den Tongariro alpine crossing zu buchen. Das habe ich für diesen Tag getan und um 6.30Uhr ging es am Campingplatz los mit dem Bus zum Startpunkt der Wanderung. Da es der erste Tag nach drei Regentagen war, waren sehr viele Leute mit mir unterwegs. Trotzdem habe ich es sehr genossen. Die Lavalandschaft, den Mt Ngauruhoe als perfekt geformter Vulkan, in der Ferne den Gipfel des Mt. Taranaki, den red crater, und die Seen alles sehr beeindruckend. Die Wanderung ist nicht zu unterschätzen, es gab Passagen mit eiskaltem Wind und der Abstieg mit 1100 Höhenmetern geht mit der Zeit auf die Knochen. Bergstiefel sind vor allem wegen eines Abstiegabschnittes im Lavageröll zu empfehlen. Bei Halbschuhen hat man den ganzen Sand dann im Schuh. Am Ziel angekommen fahren dann über einen gewissen Zeitraum wieder Shuttlebusse. Der Transport ist gut organisiert und man bekommt ein Informationsblatt mit Zeitangaben und notwendigen Informationen für die Wanderung.

Wellington – Picton (11.Tag)

Viel Fahrerei bis zum Fährhafen Wellington. Die Fahrt auf der Fähre lief problemlos, da wir nur wenig Seegang hatten. Die Inseln der Marlborough Sounds haben mit gut gefallen. Leider war das Licht zum Fotografieren am Abend nicht so ideal, weil ich meist Gegenlicht hatte. In Picton habe ich dann auf dem ersten Campingplatz übernachtet.

Kaikoura (12.Tag)

Da ich unbedingt noch einmal Wale sehen wollte, bin ich direkt nach Kaikoura gefahren. Dort habe ich dann glücklicherweise gleich am Vormittag noch einen Platz auf einem Boot bekommen. Es ist wie immer alles sehr organisiert: Einweisung in die Sicherheitshinweise im Gebäude, dann mit dem Bus zum Boot, dahin fahren, wo zwei andere Boote schon sind und tatsächlich ein Pottwal. Trotz des sehr organisierten und auch kommerzialisierten Ablaufes fand ich es beeindruckend den Wal zu beobachten. Als der Wal abtauchte fuhr das Boot noch zu einem Felsen auf dem mehrere Seebären zu sehen waren. Auf dem Rückweg zu „unserem“ Wal, der nach ca. 45 Minuten wieder auftauchen sollte haben wir dann noch Dusky Dolphins gesehen. Und unser Wal ist tatsächlich noch einmal aufgetaucht. Diesmal war es nur unser Boot und wir waren recht nah am Wal dran, so dass es eine Beobachtung mit richtigem Gänsehautfeeling war.

Am Nachmittag bin ich dann noch zum Parkplatz gefahren, an dem der Küstenwanderweg startet. Dort ist direkt am Parkplatz eine Seebärenkolonie und man kann die Tiere aus der Nähe beobachten. Ein Seebärbaby lag sogar quer auf dem Wanderweg, so dass ich praktisch über es drüber steigen musste. Der Wanderweg selbst hat mir auch sehr gut gefallen. Küste, Berge, Weiden eine tolle Mischung, die zu sehen ist und dann natürlich immer wieder Seebären, die man von oben gut beim Schwimmen beobachten konnte.

Kaikoura/Fahrt Abel Tasman (13.Tag)

Nach einer Nacht am schönen Strandcamping Kaikoura Peketa Beach habe ich am nächsten Tag dem Parkplatz in Kaikoura noch einen Besuch bei Ebbe abgestattet und habe mich an den vielen Pflanzen und Tieren, die am freigelegten Meeresboden zu sehen waren erfreut. Die Rückfahrt Richtung Norden habe ich auf den ersten Kilometern immer wieder unterbrochen, um am Strand zu essen, spazieren zu gehen und zu schauen.

Anschließend war es noch ein gutes Stück zu fahren bis nach Marahau im Abel Tasman Nationalpark. Dort habe ich beim Abel Tasman Marahau Beach Camp eingecheckt. Die Rezeption des Campings ist auch gleichzeitig das Buchungszentrum für Wasser Taxi und Kajaktouren.

Abel Tasman (14./15.Tag)

Am Morgen habe ich dort dann den Shuttle für meine Wanderung von Torrent Bay nach Onetahuti per Wasser Taxi gebucht. Die Wanderung an der Küste im Wald war wirklich schön, mit Hängebrücken und immer mal wieder der Möglichkeit zu einem Abstecher an eine Sandbucht. Leider wurde das Wetter im Laufe der Wanderung immer regnerischer, so dass der Plan, sich gemütlich an den Strand zu setzen, nicht aufging. In Onetahuti musste ich dann noch einige Zeit auf das Boot warten und war froh, dass es dort für die Camper einen überdachten Raum gab, der mir Schutz vor dem Regen bot.

Die Wettervorhersage für den nächsten Tag war wesentlich besser, so dass ich eine halbtages Kajakfahrt mit anschließender Wanderung zurück zum Camping gebucht habe. Die Fahrt mit den Kajaks war toll. Es ist doch anders, diese besondere Küste vom Wasser aus zu sehen. Wir sind zu einer Insel gepaddelt und anschließend zur Observation Bay von dort brachte mich ein Boot in die nächste Bucht von der aus der Wanderweg zurück ging. Ein Teil der Gruppe fuhr mit den Kajaks weiter die ganztages Tour, ein anderer Teil fuhr mit dem Boot zurück. Die Wanderung zurück war ebenfalls sehr schön, da ich aber am Nachmittag noch weiterfahren wollte, habe ich die Abstecher zu den Stränden weglassen müssen.

Westküste Charleston/Punakaiki (16.Tag)

Das Nile River Gebiet bei Charleston und Punakaiki besteht aus Kalkstein und ist deshalb reich an tollen Felsen und Höhlen. In Charleston gibt es das „Underworld Adventure“ Unternehmen, das Wanderungen und Rafting in Glühwürmchenhöhlen anbietet. Da ich eine solche Höhle gerne mal sehen wollte, habe ich trotz des stolzen Preises eine Rafting Tour gebucht. Die Ausrüstung mit Neopren, Schuhen, Helm und Stirnlampe hat man gleich im Gebäude angezogen. Anschließend ging es mit Bus, kleiner Eisenbahn und zu Fuß weiter. Unterwegs hat man noch den Schwimmreifen für das Rafting eingesammelt, so dass die Wanderung bis zur Höhle und auch in der Höhle doch recht lang wurde. Die Höhle selbst, mit tollen Stalagmiten und anderen Kalkformationen, war sehr schön. Gegen Ende des Höhlensystems kam dann endlich die Ausrüstung zum Einsatz und wir wurden in einer Reihe auf unseren Schwimmreifen durch die Glühwürmchenhöhle gezogen. Echt schön, so auf dem Rücken liegend über einem tausende von Glühwürmchen als einzige Beleuchtung. Dann noch ein kurzer Spaziergang zum eigentlichen Fluss und dann das doch eher beschauliche Rafting den Fluss hinunter bis zur Bähnle Haltestelle. (Fotos konnte man anschließend kostenlos aus dem Netz herunterladen www.caverafting.com)

Nach einer Dusche fuhr ich dann weiter nach Punakaiki auf den Campingplatz. Dort habe ich mich noch mal kurz informiert und bin dann zum Truman Walk zurückgefahren. Dieser Spaziergang an der Küste hat mich sehr fasziniert und ich konnte gar nicht genug sehen von den erodierten rötlichen Sandsteinen am Strand. Anschließend war ich natürlich noch bei den Pancake Rocks und habe mich an den nächsten besonderen Steinen erfreut.

Fox Glacier (17.Tag)

Da die Wetterprognosen für die kommenden Tage eher schlecht waren, wollte ich an diesem Tag unbedingt noch einen Gletscher sehen. An einer Tourvermittlung auf dem Weg habe ich dann angehalten und mich informiert. Wanderungen vom Talort auf den Gletscher gibt es seit einigen Jahren nicht mehr (da hatte ich wohl im alten Führer geschaut). Die einzige Möglichkeit, auf den Gletscher zu kommen, ist der Hubschrauber. Nach schweren inneren Kämpfen (unglaublich teuer, ökologischer Schwachsinn, wenn man nicht auf den Berg wandern kann bleibt man unten…) siegte die Neugier und ich buchte, weil am Franz Josef Gletscher (billiger) nichts zu bekommen war, doch eine Heli-Begehung auf dem Fox Gletscher. Ich fand es trotz aller Bedenken dann doch wirklich toll. Das blauer Gletschereis fasziniert mich immer wieder. Der Führer hat uns Angebote gemacht, durch Spalten und Höhlen zu kriechen, was für mich wirklich sehr beeindruckend war. Der Heliflug selbst ist wirklich nur Mittel zum Zweck, fast wie Gondel fahren, und bietet in der Form wenig Panorama. Alternativ und günstiger wäre ein Helipanoramaflug über die Berge gewesen (gibt es von verschiedenen Anbietern in verschiedenen Optionen) was sicher auch sehr reizvoll gewesen wäre, aber halt ohne Gletscher…

Fahrt Westküste – Wanaka (18.Tag)

Am Morgen wollte ich gerne noch den Fox Glacier von unten sehen und bin zum Wanderweg gefahren. Leider war der Weg im hinteren Teil wegen Hochwasserschäden gesperrt, so dass ich nur von weitem schauen konnte. Es gab dann noch einen netten kleinen Wanderweg durch den Regenwald mit Gletscherausblick am Ende, was mir dann auch ganz gut gefallen hat. Dann hieß es mal wieder fahren, fahren… An der Westküste entlang und dann ins Landesinnere nach Wanaka. Das Wetter war, wie vorhergesagt wechselhaft mit Regen. Deshalb habe ich von Wanaka auch überwiegend das Einkaufszentrum und den Campingplatz gesehen.

Catlin Coast (19.Tag)

Nun stand die Entscheidung an, wie ich meine weitere Tour gestalten will. Ursprünglich hatte ich geplant, länger in den Bergen zu bleiben und natürlich auch noch das Fjordland mit Milford oder Doubtful Sound zu besuchen. Aber da die Wetterprognose für die nächsten Tage hier sehr schlecht war und ich außerdem ziemlich genervt von der vielen Fahrerei war, habe ich meine Pläne geändert und mich dann doch entschlossen zur Catlin Coast zu fahren.

Auch das bedeutete eine Menge Fahrerei, aber nicht in den Bergen und bei hoffentlich besserem Wetter. Dort bin ich dann zum Campingplatz an der Curio Bay gefahren. Er liegt zwischen der Porpoise Bay, in der man, bei gutem Wetter und Glück, mit Delfinen schwimmen kann, und der Curio Bay. Diese ist bekannt für die Versteinerungen eines Waldes, die man am Strand sehen kann und der Tatsache, dass dort Yelloweyed Penguins nisten und man diese abends beobachten kann, wie sie aus dem Meer zu ihrem Nistplatz kommen. Nach einem schönen Spaziergang am Sandstrand der Porpoise Bay, leider ohne Delfine, bin ich abends dann zum versteinerten Wald und den Pinguinen. Diese kann man an diesem Strand einfach so beobachten. An diesem Abend habe ich drei der Gelbaugen-Pinguine gesehen. Einer hat sich wirklich sehr viel Zeit gelassen, bei seinem Spaziergang vom Meer zur Uferböschung und war sehr gut und auch recht nah zu beobachten.

Otago Peninsula (20. Tag)

Leider hat mich das schlechte Wetter doch eingeholt und die Küste versank in Regen, so dass ich meine Ausflugsziele an der Catlin Coast, vor allem Nugget Point, wieder streichen musste und stattdessen gleich zur Otago Peninsula bei Dunedin weitergefahren bin. Dort bin ich dann abends, vom Pinguin Fieber erfasst, zum Royal Albatros Encounter gefahren und habe eine Pinguin-Tour gebucht. Die Zeit bis zum Beginn der Tour um 21.15 Uhr habe ich genutzt, um die Ausstellung über den Royal Albatros, die Nistfelsen verschiedener Vögel an der Küste, den Nistplatz der Möwen und die fliegenden Royal Albatrosse anzuschauen. Bei der Pinguin Tour wurde man auf eine Plattform am Strand geführt, die mit einigen Scheinwerfern beleuchtet war in deren Schein man dann die Pinguine sehen konnte. Diese Zwergpinguine oder Littlebluepenguins kommen immer in Rafts (Gruppen) von 20-40 Tieren aus dem Meer an den Strand und gehen dann an ihre Nistplätze. An diesem Abend haben wir schätzungsweise 150 Pinguine an Land kommen sehen. Wirklich ein Spektakel vor allem, weil sie auch ziemlich laut sein können.

Otago/Moeraki/Oamaru (21.Tag)

Am Morgen habe ich noch eine Bootsfahrt unternommen, um die Nistfelsen auch von der Seeseite aus zu sehen. Außerdem gab es neben den vielen Vögeln (ein Royal Albatros mit sicher 2,80m Spannweite) auch noch Seebären und Dusky Dolphins zu sehen, so dass sich die Fahrt wirklich gelohnt hat.

Danach gings weiter nach Norden zu den Moeraki Bouldes, vulkanisch entstandene Steinkugeln, die am Strand liegen. Mir haben sie sehr gefallen, vor allem auch die, die auseinander gebrochen waren. Aber es waren auch sehr viele Leute da, so dass ich dann noch einen Strandspaziergang ohne Menschenmassen drangehängt habe.

Anschließend ging die Fahrt weiter nach Oamaru und dort auf den Campingplatz am Hafen. Völlig im Pinguin-Fieber bin ich zum Strand mit der Yelloweyed Penguin Beobachtungsmöglichkeit gefahren. Nach langem Warten, habe ich dann ganz am Ende des Strandes, nur mit dem Fernglas erkennbar doch noch einen gesehen. Bei Abenddämmerung bin ich am Hafen spazieren gegangen und konnte dort Littleblue-Penguins beobachten, wie sie, von Helfern geschützt, über die Straße gingen und sich in der Uferböschung aufhielten.

Timaru/Banks Peninsula-Akaroa (22.Tag)

Ursprünglich hatte ich geplant, von Oamaru noch zum Mt.Cook zu fahren, aber wieder einmal hatte mich das Wetter und die Fahrerei so abgeschreckt, dass ich beschlossen habe, Richtung Christchurch weiter zu fahren. Auf der Fahrt sah ich in Timaru kleine Motorflugzeuge starten und beschloss spontan auf dem Flugplatz nachzufragen, ob sie Rundflüge anbieten. Nach einigem hin und her und etwas Wartezeit hat es dann tatsächlich geklappt und ich bin mit einem Deutschen, der in Neuseeland lebt, abgehoben. Die Felder und die Berge aus dem Flugzeug zu sehen, hat mich sehr beeindruckt. Leider war Mt.Cook in Wolken und wir konnten wegen der starken Winde nicht näher fliegen, aber ich habe den Blick auf die Berge trotzdem genossen. Zum Abschluss gab es noch ein kurzes Stück Flug über das Meer und der Küste entlang „great“.

Auf der Banks Peninsula bin ich dann nach Akaroa gefahren und dort auf den Top 10 Camping.

Akaroa (23.Tag)

Nach einem gemütlichen Spaziergang durch Akaroa habe ich für den Nachmittag eine Bootsfahrt mit Coast up close (tolle Fotos von Skipper Tony  Muir auf facebook) gebucht, um den kleinsten Delfin - Hector Dolphin - sehen zu können. Die Fahrt war wirklich toll. Der Skipper Tony supernett und die Landschaft, man befindet sich ja mitten in einem Krater eines riesigen längst verloschenen Vulkans, wirklich toll. Natürlich gab es wieder Seebären, einen schwimmenden Pinguin und als Highlight die Hector Delfine. Zuerst hatte ich für den Abend noch einmal eine Pinguin-Führung geplant, bin aber dann doch bei einem Kaffee mit einer netten Schweizerin und einem gemütlichen Abend an meinem Camper geblieben.

Akaroa / Christchurch (24.Tag)

 Nachdem mich die Delfine am Vortag doch sehr fasziniert hatten, habe ich kurzfristig noch eine Swimming with Dolphins Tour in Akaroa gebucht, als Abschluss meiner Neuseeland-Reise. Im Neopren ging es aufs Boot und dann Richtung offenes Meer. Noch in der Bucht haben wir zweimal Delfine mit Jungtieren gesehen. Dort wo die Bucht in das offene Meer mündet, durften wir dann ins Wasser und hatten großes Glück, weil eine Gruppe von 6-8 Delfinen offensichtlich Spaß daran hatte, immer mal wieder an und zwischen uns vorbei zu schwimmen. Leider sind die Tiere so schnell, dass man Mühe hat, sie in Ruhe zu beobachten. Trotzdem war es ein tolles Erlebnis. Anschließend hätte es auch noch die Möglichkeit gegeben Fotos von der Tour zu kaufen, aber für mich war dann auch mal Schluss mit Geld ausgeben.

Die letzte Nacht wollte ich dann in Christchurch auf dem Campingplatz verbringen, also bin ich dorthin gefahren und der Regen hat mich wieder einmal eingeholt.

Christchurch / Rückflug

Am Morgen habe ich noch die letzten Überbleibsel aus meinen Vorräten verschenkt, alles gepackt und reisefertig gemacht. Anschließend ging es zum Tanken. (unbedingt die Tankstelle auf den Vermietungsunterlagen nutzen mein Navi hat mich sonst wohin geführt aber nicht zu einer Tankstelle) Die Rückgabe meines Campers hat ein bisschen gedauert, aber mit dem Shuttle zum Flughafen ging es dann doch noch in der geplanten Zeit. Der Rückflug und auch das Rail and Fly von Frankfurt zu meinem Heimatort waren von Pioneer Tours gebucht und alles verlief reibungslos. Aber ich habe die Rückreise sehr anstrengend erlebt. Da ich in Christchurch schon sehr früh auf den Beinen war, um alles zu erledigen, der Rückflug 28 Stunden dauerte und ich anschließend noch mit dem Zug nach Hause fuhr, war ich insgesamt fast 40 Stunden ohne Bett. So dass ich zu Hause einige Tage brauchte, um mich zu erholen.

Fazit: Es war eine tolle Reise, aber ich habe mir zu viele Reiseziele gesetzt und bin deshalb oft weitergefahren, obwohl ich lieber noch geblieben wäre. Ich hätte gerne mehr Zeit gehabt, dadurch dass ich alleine unterwegs war, konnte ich mich ja auch während der Fahrt nicht erholen oder Aufgaben abgeben und einfach mal ausruhen. Ich werde, wenn ich wieder nach Neuseeland fahre, sicher mindestens zwei Monate einplanen und dann Schlechtwettertage einfach mal abwarten können und Zeit haben, die vielen Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten.

Tipps:

Ich habe sehr viel Informationen aus der App CamperMate entnommen, die einmal heruntergeladen auch offline zur Verfügung steht und überall in Neuseeland anzeigt wo Campingplätze, Tankstellen, Informationszentren, Einkaufsmöglichkeiten… sind

Außerdem hatte ich mir noch Neuseelandkarten auf die App MAPS.ME geladen, so dass ich mir die Fahrzeiten für meine Strecken anzeigen lassen konnte.

Informationsmaterial gibt es vor Ort reichlich. Wer zu Hause mal schauen will kann auf die Seite des neuseeländischen Automobilclubs AA New Zealand www.aa.co.nz gehen. Dort gibt es einen Teil der Info-Broschüren auch als PDF. Allerdings ist auch viel Werbung drin.

Mit freundlichem Gruß

Tanja S.


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